1. – 8. Februar 2020

 

Eine Woche im Schnee …

Es ist Samstag später Nachmittag. Nach und nach «tröpfeln» die einzelnen Winterlager-Teilnehmer ein. Die einen kommen direkt aus der Region Zürich, die anderen haben bereits mit Schneeschuhen oder Skis die ersten Erkundungen in der Umgebung gemacht. Das Wetter ist noch leicht durchzogen. Schnee ist genügend vorhanden, aber für den Moment lädt vor allem die Kuchenauswahl und die Kaffeemaschine zum Verweilen ein.

Dieser Kuchentreffpunkt hat Tradition und die Anzahl der mitgebrachten Kuchen lässt das Herz der Schleckmäuler höherschlagen.

Wer zu lange sitzen bleibt, kann sich gleich fürs Nachtessen bereit halten. Ja, an Essen mangelt es nicht im Winterlager. Jeden Tag werden alle nebst dem Frühstücksbuffet mit zwei warmen Mahlzeiten verwöhnt, die Corina und Sepp kochen. Schon die Tatsache, einfach zu Tisch sitzen zu können, ist Erholung.

Dominic und Iris leiten auf unkomplizierte und dynamische Weise durch die Woche. Sie geben Informationen, koordinieren die Mahlzeiten mit dem Haus, stehen für Fragen zur Verfügung, leiten den geistlichen Moment am Abend und finden trotzdem noch Zeit, sich unters Volk zu mischen oder für ihre Prüfungen zu lernen. Ein Hoch auf die beiden – ihr habt das toll gemacht!

Der strahlend blaue Himmel lockt schon vom zweiten Tag an alle aus dem Haus. Die meisten erkunden auf immer neuen Pisten das Skigebiet um Obersaxen. Dank der Piste, die bis direkt vors Haus führt, kommen fast alle fürs Mittagessen wieder zusammen. So kann für den Nachmittag das «Programm» neu gewählt werden. Die einen schonen ihre Knochen und stellen auf Schneeschuhe um oder ruhen sich aus. Andere kosten ihr Skiabonnement voll und ganz aus. Auch Schneewanderungen, Langlauf oder das Eisfeld etwas weiter unten bieten Abwechslung für die Teilnehmer.

Am Abend gibt es wahlweise ein Programm oder freies Spiel. Und so treten am ersten Abend 8 lernwillige Teams an 4 Tischen zu einem Jass-Abend an. Angeyleitet durch die fachkundige Beratung von Dominic und Marco-André wird schon bald an allen Tischen gejasst. Dies löst bei manchen eine solche Begeisterung aus, dass dieses Spiel wohl bis Ende der Woche zum meist gespielten gehört. Zugegeben, bei manchen war es vielleicht auch der Wunsch, das andere Team doch noch zu besiegen, der zu einer neuen Jass Runde drängte. Daneben wird gelesen, gelacht, geplaudert, geplant, geschlafen, musiziert, gespielt, gebastelt, ausgegangen und das Leben genossen. So wie Ferien halt sein sollten.

Die Stimmung ist während der ganzen Woche entspannt und einladend. Immer mal wieder stossen neue Leute dazu oder andere werden verabschiedet. Und so vergeht die Woche wie im Flug. Zum Abschluss legt sich die Familie Frei so richtig ins Zeug und lockt alle mit zwei Pfadikesseln voll geschmolzener Schoggi, Punsch, Glühwein und Früchten ein letztes Mal hinaus in den Schnee.

Bewaffnet mit Holzspiessen und Papptellern gefüllt mit Früchten scharen wir uns um die Holzfeuer, tauchen abwechselnd ein Stück Frucht in die flüssige Schokolade und führen es dann in den Mund. Lecker! Dann zieht es einige traditionsgemäss zum steilen Hang gleich vor dem Haus. Hochkraxeln auf allen Vieren, oben auf dem Rücken liegend den wunderschönen Sternenhimmel ein letztes Mal betrachten und Eintauchen in die Schönheit der Natur. Dann eine gute Spurrinne suchen und mutig den Hang runterrutschen. Das macht Spass!

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück lädt jedes Auto wieder sein Gepäck und die dazugehörigen Mitfahrer ein und schon geht es heimwärts. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine unvergessliche Woche! 

… das war 2019.

 

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